Funktionalisierung additiv gefertigter Presshärtewerkzeuge mittels Glattwalzen

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektnummer: 417202720
Ansprechpartner: Anna Komodromos M. Sc.

Das Presshärten kommt in der Blechumformung zum Einsatz, um das gesteigerte Formgebungsvermögen durch hohe Temperaturen und die Festigkeitserhöhung durch das Abschrecken zu nutzen.

Hierzu werden Kühlkanäle, die meist mittels spanender Verfahren hergestellt werden, in die Werkzeuge integriert. Die Entwicklung additiv gefertigter Presshärtewerkzeuge mittels Laserpulverauftragsschweißens soll im Rahmen des Projektes eine möglichst oberflächennahe Positionierung der Kanäle ermöglichen. Somit wird eine lokale Überhitzung des Werkzeugs vermieden. Da durch das Laserpulverauftragsschweißen eine sehr raue, wellige Oberfläche entsteht, ist eine Nachbearbeitung notwendig. Diese erfolgt über das inkrementelle Glattwalzen (vgl. Bild). Hierdurch können die Werkzeugoberflächen lokal eingestellt werden. So soll eine gezielte Beeinflussung des Wärmeübergangs sowie des Werkstoffflusses beim Presshärten erzielt werden. Erste Untersuchungen zum Glattwalzen additiv gefertigter Oberflächen zeigen, dass die hohe Rauheit in Abhängigkeit der Härte des Werkzeugstahlpulvers um bis zu 75 % reduziert werden kann.

Prozessschritte für additiv gefertigte und glattgewalzte Presshärtewerkzeuge