ELLI 2 – Exzellentes Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften

Projektträger BMBF/DLR
Projektnummer

01 PL 16082 C (seit Oktober 2016 - ELLI 2)

Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. A. E. Tekkaya
Ansprechpartner Dipl.-Ing. Tobias R. Ortelt • Joshua V. Grodotzki M. Sc.
Dipl.-Inf. Alessandro Selvaggio • Siddharth Upadhya M. Sc.

Das gemeinsame Verbundprojekt der RWTH Aachen University, der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund wird seit 2011 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung innerhalb des Qualitätspakts Lehre gefördert und widmet sich der Forschung zur Lehre in den Ingenieurwissenschaften.

Dabei gliedert sich ELLI 2 in vier Kernbereiche:

• Remote-Labore und virtuelle Lernwelten
• Globalisierung
• Student Life Cycle
• Entrepreneurship

An der TU Dortmund wird ELLI 2 weiterhin federführend vom IUL und dem Zentrum für HochschulBildung (zhb) bearbeitet. Innerhalb des Kernbereichs „Remote-Labore und virtuelle Lernwelten“ werden im Projekt zwei Maßnahmen verfolgt:

• Ausbau der teleoperativen Prüfzelle und Integration neuer Experimente
• Virtuelles Umformtechnik-Labor

Aktuelle Arbeiten haben das Ziel, die teleoperative Prüfzelle um zwei weitere Fertigungsverfahren zu erweitern. Zum einen wurde im Projekt eine additive Pulverbettmaschine, DMG MORI LASERTEC 30 SLM, beschafft, sodass Studierende in Zukunft Proben „drucken“ können. Dabei stehen ein Bauraum von 300 mm x 300 mm x 300 mm und eine Laserleistung von 600 W zur Verfügung. Es können verschiedene Metalle, wie etwa Stahl, Aluminium oder Titan, verarbeitet werden.

 

Teleoperative Prüfzelle am IUL

 

Zum anderen wurde eine Dornbiegemaschine, transfluid DB 2060-CNC-SE-F, beschafft, um für die Studierenden einen Fertigungsprozess im Industriestandard abbilden zu können. Die Entwicklungen zielen auf ein Labor, das umformtechnische Bauteile im Sinne der Industrie 4.0 mit einer Losgröße von 1 produzieren kann. Als weitere Projektpartner des IUL entwickeln das Institut für Spanende Fertigung (ISF) und das Fachgebiet Werkstoffprüftechnik (wpt) jeweils ein eigenes fachspezifisches Remote-Labor in der Maßnahme „Ausbau der teleoperativen Prüfzelle und Integration neuer Experimente“ und binden dieses in die Lehre der Fakultät Maschinenbau mit ein. Am ISF wird eine Miniatur-CNC-Fräs-Maschine als Remote-Labor aufgebaut, sodass Studierende den Fräsprozess über Eingangsparameter steuern, über Messwerte beobachten und anschließend die Oberfläche bewerten können. Am wpt wird derzeit ein Dauerschwingversuch automatisiert, damit Studierende ihre eigene gedruckte Probe auch auf Ermüdung hin testen können.
Im April 2017 wurde der in der ersten Förderphase erstellte Springerband „Engineering Education 4.0 – Excellent Teaching and Learning in Engineering Sciences“ unter Herausgeberschaft der Projektleiter veröffentlicht. In 78 Aufsätzen werden die Projektergebnisse der drei Standorte präsentiert. Im Mai 2017 fand erstmals eine Klausurtagung des Projekts ELLI 2 mit allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Norddeich statt. Der Tagungsort sowie der „Deichwalk“ – als besondere und bereichernde Ideenfindungsmethode – unterstützten dabei die Kreativität und Produktivität der interdisziplinären Projektmitarbeitenden. Steffen Rolke, Koordinator und Leiter der Ingenieure ohne Grenzen e.V.-Projekte, nahm als Gast teil, um Ideen und Konzepte zur Ausweitung der Ingenieure ohne Grenzen-Challenge von Aachen auf die beiden Standorte Bochum und Dortmund zu entwickeln und beratend zur Seite zu stehen. Das erstmalig erprobte Format der dreitägigen Klausurtagung hat das ELLI 2-Team einmal mehr eng miteinander verbunden und die Grundlage für eine Vielzahl weiterer Aktivitäten gelegt.